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Pflege-Grundlagen fürs Examen

Diese Übersicht bündelt Themen, die in Fallaufgaben immer wieder zusammenkommen. Für Prüfungen ist entscheidend, sie am konkreten Menschen zu verbinden statt Definitionen isoliert auswendig zu lernen.

Pflegeprozess & Pflegediagnostik

Informationen erheben, Probleme und Ressourcen erkennen, Ziele vereinbaren, Maßnahmen planen, durchführen und evaluieren. PÄSR hilft, Pflegeprobleme nachvollziehbar zu formulieren.

Priorisierung & klinisches Denken

Akute Gefährdungen zuerst: Atmung, Kreislauf, Bewusstsein und Sicherheit. Danach Risiken, Beschwerden und geplante Routineversorgung gewichten. Veränderungen können eine neue Priorisierung verlangen.

Prophylaxen

Dekubitus-, Sturz-, Thrombose-, Pneumonie-, Kontraktur- und weitere Prophylaxen nicht schematisch anwenden. Risiko einschätzen, individuelle Maßnahmen auswählen und Wirkung evaluieren.

Hygiene & Infektionsprävention

Händehygiene nach Indikation, persönliche Schutzausrüstung passend zum Risiko, aseptisches Arbeiten und korrekter Umgang mit infektiösen Materialien gehören zu sicherer Pflege.

Medikamentensicherheit

Anordnung eindeutig prüfen, richtige Person/Arznei/Dosis/Applikation/Zeit und Dokumentation beachten, Wirkung und Nebenwirkungen beobachten. Unklare Anordnungen niemals erraten.

Vitalzeichen & Beobachtung

Einzelwerte nie isoliert beurteilen. Atemfrequenz, Puls, Blutdruck, Temperatur, Sauerstoffsättigung, Bewusstsein, Schmerz und klinischer Eindruck werden im Verlauf und Kontext bewertet.

Wunden & Haut

Wundart, Heilungsphase, Exsudat, Wundumgebung, Schmerz und Infektionszeichen strukturiert erfassen. Verband und Wundbehandlung richten sich nach individueller Anordnung und Standard.

Ernährung & Flüssigkeit

Mangelernährung, Dehydratation und Dysphagie erkennen. Trink- oder Flüssigkeitsmengen nicht pauschal steigern: Herz- und Nierenfunktion sowie individuelle Vorgaben berücksichtigen.

Ausscheidung

Urin- und Stuhlveränderungen, Kontinenz, Obstipation, Diarrhö und Harnverhalt respektvoll erfassen. Ressourcen fördern und invasive Maßnahmen nur bei klarer Indikation einsetzen.

Mobilität & Transfers

Selbstständigkeit erhalten, Hilfsmittel sicher einsetzen, Schmerz und Kreislauf berücksichtigen und Sturzrisiken reduzieren. Nicht automatisch alles abnehmen.

Kommunikation & Beratung

Verständliche Sprache, aktives Zuhören, Teach-back, gemeinsame Entscheidungen und angepasste Kommunikation bei Aphasie, Demenz oder Sprachbarrieren.

Dokumentation & Übergabe

Zeitnah, sachlich und beobachtungsbezogen dokumentieren. Strukturierte Übergaben wie SBAR helfen, relevante Veränderungen und Empfehlungen klar weiterzugeben.

Schmerzmanagement

Schmerz systematisch erfassen, Interventionen durchführen und Wirkung erneut beurteilen. Neben Intensität zählen Lokalisation, Qualität, Verlauf und Auswirkungen auf den Alltag.

Notfälle

Akute Atemnot, Bewusstseinsstörung, Kreislaufstillstand, Schlaganfallzeichen, ACS, Anaphylaxie oder Sepsis erfordern rasche strukturierte Einschätzung und Eskalation statt Routinepflege.

Ethik, Autonomie & Einwilligung

Wünsche, Einwilligungsfähigkeit, Selbstbestimmung, Fürsorge und Sicherheit können miteinander kollidieren. Entscheidungen brauchen eine nachvollziehbare ethische und rechtliche Grundlage.

Palliative Pflege

Symptomlinderung, Lebensqualität, Kommunikation, Wünsche, Angehörigenarbeit und Vorausplanung stehen im Vordergrund. Ziele können sich von kurativer Behandlung deutlich unterscheiden.

Wissenschaft & Evidenz

Professionelle Entscheidungen verbinden wissenschaftliche Erkenntnisse, fachliche Erfahrung und Präferenzen der betroffenen Person. Leitlinien ersetzen keine individuelle Einschätzung.

Pflegemodelle & Theorien

Krohwinkel, Orem, Peplau, Henderson, Roper–Logan–Tierney, Roy, Leininger und Rogers helfen, Pflege aus verschiedenen Perspektiven zu strukturieren.

Modelle vergleichen

Prüfungsstrategie: Bei Fallfragen zuerst akute Gefahren und Ressourcen erkennen. Danach Pflegeproblem, Ziel, begründete Maßnahme und Evaluation formulieren. Fachwissen zählt besonders dann, wenn du erklären kannst, warum es in genau dieser Situation wichtig ist.

5 kostenlose Fallfragen testen · Praxisfall mit Musterlösung

Stand 01.10.2026. Eigene Zusammenfassung zur Prüfungsvorbereitung. Quellen und Detailstände werden in den jeweiligen Fachbereichen ausgewiesen.