Suizidalität & akute psychiatrische Krise

Wichtiger Hinweis. Nurmedizinius ist Lernmaterial zur Vorbereitung auf Unterricht und Prüfungen in der Pflegeausbildung. Die Inhalte sind keine Handlungsanweisung für die Versorgung einzelner Patientinnen und Patienten und ersetzen weder ärztliche Anordnungen noch die Standards deiner Einrichtung. Im Notfall: Notruf 112.

Definition

Suizidalität reicht von passiven Todeswünschen über Suizidgedanken bis zu konkreter Absicht und Handlung. Professionelle Einschätzung fragt offen nach Gedanken, Absicht, Plan, verfügbaren Mitteln, früheren Handlungen, Schutzfaktoren und aktueller Absprachefähigkeit.

Ursachen und Risikofaktoren

Suizidalität ist multifaktoriell; einzelne Merkmale erklären oder prognostizieren sie nicht sicher. Relevante Risikokonstellationen sind unter anderem frühere Suizidversuche, aktuelle Suizidgedanken oder -pläne, Zugang zu Mitteln, schwere psychische Erkrankung, Substanzmissbrauch, Hoffnungslosigkeit, Isolation beziehungsweise fehlende soziale Unterstützung, akute Verluste oder finanzielle Krisen, chronische Schmerzen, Schlafstörungen und Agitiertheit. Schutzfaktoren wie soziale Zugehörigkeit, Selbstwirksamkeit und persönliche Gründe zu leben werden mit erfasst.

Pflege

Sicher und wertfrei handeln:

Angaben zu Arzneimitteln und Dosierungen stehen hier bewusst nicht; sie richten sich immer nach ärztlicher Anordnung.

Quellen: Nationale VersorgungsLeitlinie Unipolare Depression, Version 3.2, Kapitel Management bei Suizidalität; AWMF S3-Leitlinie Suizidalität befindet sich 2026 noch in Erstellung; rechtliche Maßnahmen nur nach aktuell geltendem Recht und lokalem Standard. Stand 02.10.2026. Fachlicher Stand: 10/2026.

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