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Leberzellkarzinom und Lebermetastasen
Hepatozelluläres Karzinom (HCC), primärer Leberkrebs; Lebermetastasen = sekundäre Lebertumoren (Absiedlungen)
Wichtiger Hinweis. Nurmedizinius ist Lernmaterial zur Vorbereitung auf Unterricht und Prüfungen in der Pflegeausbildung. Die Inhalte sind keine Handlungsanweisung für die Versorgung einzelner Patientinnen und Patienten und ersetzen weder ärztliche Anordnungen noch die Standards deiner Einrichtung. Im Notfall: Notruf 112.
Definition
HCC: bösartiger Tumor aus entarteten Leberzellen. Lebermetastasen: Absiedlungen eines Krebses aus einem anderen Organ – die häufigsten bösartigen Tumoren der Leber.
Was im Körper passiert
Beim HCC entarten Leberzellen bösartig, häufig in einer schon lange geschädigten, zirrhotischen Leber. Der Tumor wächst lange unbemerkt; Beschwerden wie Druckschmerz, Aszites und Gewichtsverlust kommen meist erst spät. Bei Lebermetastasen siedeln sich Krebszellen eines Tumors aus einem anderen Organ in der Leber an und wachsen dort.
Ursachen und Risikofaktoren
- HCC: Leberzirrhose (wichtigster Risikofaktor), chronische Hepatitis B/C, Alkohol, Fettleber, Übergewicht, Diabetes Lebermetastasen: meist von Darm- (kolorektalem), Magen- oder Pankreaskarzinom
Symptome
- lange keine Beschwerden → Symptome meist erst spät
- Druckgefühl und Schmerzen im Oberbauch
- Schwäche, Appetitlosigkeit, ungewollter Gewichtsverlust
- später Aszites, Gelbfärbung von Haut und Augen
Therapie
- HCC, heilende Verfahren: operativ entfernen (Resektion), Lebertransplantation, Zerstörung durch Hitze
- (Radiofrequenz- oder Mikrowellenablation)
- nicht operabel: lokale Verfahren verkleinern den Tumor (TACE, SIRT); Medikamente, z. B. Atezolizumab +
- Bevacizumab
- Lebermetastasen: einzelne → Operation; viele → systemische Chemotherapie oder lokale Verfahren
Pflege
- bei Zirrhose: Pflege wie bei Leberzirrhose (Aszites, Ikterus, Blutungsneigung, Bewusstsein beobachten)
- onkologische Pflegebasis: Prophylaxen (Thrombose, Pneumonie, Sturz, Infektion), ausreichende Ernährung (ggf. hochkalorische Zusatznahrung), Hilfe bei Therapiefolgen
- psychische Begleitung, Selbsthilfegruppen vermitteln
- Risikopatienten zu regelmäßigen Kontrollen motivieren
Vorbeugung
- Hepatitis-B-Impfung, wenig Alkohol, normales Körpergewicht
- Früherkennung bei Zirrhose oder chronischer Virushepatitis: alle 6 Monate Ultraschall, ergänzend AFP
Komplikationen
- Fortschreiten mit Aszites und Ikterus
- bei zugrunde liegender Zirrhose deren Komplikationen (Varizenblutung, Enzephalopathie)
Ergänzt aus Leitlinien
- Risikofaktoren neben Zirrhose: chronische Hepatitis B/C, Alkohol, Fettleber, Übergewicht, Diabetes (Quelle: Krebsinformationsdienst Leberkrebs, 2024)
- Früherkennung: Risikopersonen alle 6 Monate Ultraschall, ergänzend AFP (Quelle: Krebsinformationsdienst Leberkrebs, 2024)
- Diagnose v. a. durch Kontrastmittel-MRT/-CT/-Ultraschall; Biopsie bei Zirrhose oft nicht nötig (Quelle: Krebsinformationsdienst Leberkrebs, 2024)
- Heilend: Resektion, Transplantation, Ablation; bremsend: TACE, SIRT; Medikamente z. B. Atezolizumab +
- Bevacizumab (Quelle: Krebsinformationsdienst Leberkrebs, 2024)
- Vorbeugung: Hepatitis-B-Impfung nach STIKO, wenig Alkohol, normales Gewicht (Quelle: gesund.bund.de Leberkrebs, 2023)
- Lebermetastasen stammen häufig auch aus Lunge und Brust (Quelle: Krebsinformationsdienst Lebermetastasen, 2020)
Angaben zu Arzneimitteln und Dosierungen stehen hier bewusst nicht; sie richten sich immer nach ärztlicher Anordnung.
Quellen: Abgeglichen mit: Krebsinformationsdienst Leberkrebs (2024); Krebsinformationsdienst Lebermetastasen (2020); gesund.bund.de Leberkrebs (2023). Stand 27.09.2026. Fachlicher Stand: 09/2026.
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