Elektrolytstörungen: Kalium & Natrium

Wichtiger Hinweis. Nurmedizinius ist Lernmaterial zur Vorbereitung auf Unterricht und Prüfungen in der Pflegeausbildung. Die Inhalte sind keine Handlungsanweisung für die Versorgung einzelner Patientinnen und Patienten und ersetzen weder ärztliche Anordnungen noch die Standards deiner Einrichtung. Im Notfall: Notruf 112.

Definition

Elektrolytstörungen können Herz, Muskulatur und Nervensystem akut beeinträchtigen. Für die Pflege zählt: Ursache und Verlauf verstehen, Symptome erkennen und Laborwerte nicht eigenständig „korrigieren“.

Was im Körper passiert

Kalium beeinflusst besonders die elektrische Erregbarkeit von Herz und Muskulatur. Natrium spiegelt wesentlich den Wasserhaushalt relativ zum Natriumbestand wider; schnelle Änderungen können das Gehirn gefährden.

Symptome

Therapie

Elektrolytkorrektur ist ärztlich gesteuert. Besonders Natrium darf nicht unkontrolliert oder zu schnell korrigiert werden. Lernende verabreichen keine eigenständigen Elektrolytboli und verändern Infusionsraten nicht ohne zulässige Anordnung/SOP.

Pflege

Pflege beobachtet Herzrhythmus nach Indikation, neurologischen Zustand, Muskelkraft, Ausscheidung, Flüssigkeitsbilanz und relevante Medikamente. Veränderungen zeitnah weitergeben und Kontrollen nach Plan sicherstellen.

Angaben zu Arzneimitteln und Dosierungen stehen hier bewusst nicht; sie richten sich immer nach ärztlicher Anordnung.

Quellen: GRC/ERC Reanimationsleitlinien 2025 – spezielle Umstände und lebensbedrohliche Elektrolytstörungen, insbesondere Hyperkaliämie; KDIGO 2024 CKD Guideline; DGKL/DGfN AWMF 115-001 – S2k-Leitlinie Rationelle Labordiagnostik zur Abklärung akuter Nierenschädigungen und progredienter Nierenerkrankungen, veröffentlichte Fassung 2021 mit Natrium-/Kaliumgrundlagen; diese ältere Fassung wird nicht als neue 2026-Leitlinie bezeichnet. Stand 02.10.2026. Fachlicher Stand: 10/2026.

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