Dekubitus

Druckgeschwür, Dekubitalgeschwür (lat. decumbere = sich niederlegen)

Wichtiger Hinweis. Nurmedizinius ist Lernmaterial zur Vorbereitung auf Unterricht und Prüfungen in der Pflegeausbildung. Die Inhalte sind keine Handlungsanweisung für die Versorgung einzelner Patientinnen und Patienten und ersetzen weder ärztliche Anordnungen noch die Standards deiner Einrichtung. Im Notfall: Notruf 112.

Definition

Lokal begrenzte Schädigung der Haut und/oder des darunterliegenden Gewebes, meist über Knochenvorsprüngen, durch Druck oder durch Druck in Kombination mit Scherkräften.

Was im Körper passiert

Wer lange auf derselben Stelle liegt oder sitzt, presst das Gewebe zwischen Knochen und Unterlage zusammen. Die kleinen Blutgefäße werden abgedrückt, Sauerstoff und Nährstoffe kommen nicht mehr an (Ischämie). Der Zellstoffwechsel entgleist, saure Abbauprodukte sammeln sich an (Azidose). Der Körper weitet die Gefäße (Vasodilatation), die Haut wird rot; die Gefäßwände werden durchlässig, Flüssigkeit tritt aus, es entstehen Ödeme, Blasen und Gefäßthrombosen, Gewebe geht zugrunde. Scherkräfte, z. B. beim Herunterrutschen im Bett, verschieben die Hautschichten gegeneinander und verdrillen zusätzlich die Gefäße.

Ursachen und Risikofaktoren

Symptome

Therapie

Pflege

Vorbeugung

Komplikationen

Ergänzt aus Leitlinien

Angaben zu Arzneimitteln und Dosierungen stehen hier bewusst nicht; sie richten sich immer nach ärztlicher Anordnung.

Quellen: Abgeglichen mit: Internationale Dekubitus-Leitlinie NPIAP/EPUAP/PPPIA, 4. Auflage 2025 (Online-Kapitel); Kurzfassung der Leitlinie EPUAP/NPUAP/PPPIA, deutsch 2014; DNQP-Expertenstandard Dekubitusprophylaxe, 2. Aktualisierung 2017. Stand 27.09.2026. Fachlicher Stand: 09/2026.

In der App lernenZum Lernzentrum