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Basalzellkarzinom (Basaliom)
Basaliom, Basalzellkarzinom; gehört zum „weißen" (hellen) Hautkrebs
Wichtiger Hinweis. Nurmedizinius ist Lernmaterial zur Vorbereitung auf Unterricht und Prüfungen in der Pflegeausbildung. Die Inhalte sind keine Handlungsanweisung für die Versorgung einzelner Patientinnen und Patienten und ersetzen weder ärztliche Anordnungen noch die Standards deiner Einrichtung. Im Notfall: Notruf 112.
Definition
Häufigster bösartiger Hauttumor; er entsteht aus der untersten (basalen) Zellschicht der Oberhaut. Er wird oft als semimaligne bezeichnet: Er wächst zerstörend in die Umgebung, bildet aber (fast) keine Metastasen.
Was im Körper passiert
Zellen der untersten (basalen) Schicht der Oberhaut entarten und teilen sich ungebremst – es entsteht eine Neubildung (Neoplasie). Der Tumor schiebt das Nachbargewebe nicht nur zur Seite, sondern wächst hinein (Infiltration) und zerstört es (Destruktion). Tochtergeschwülste in anderen Organen bildet er praktisch nicht. Weil er vor Ort weiterwächst, muss er vollständig mit Rand entfernt werden. Wichtigster Auslöser ist UV-Strahlung.
Therapie
- Mittel der Wahl: operativ entfernen, zusammen mit einem Saum gesunden Gewebes
- ist das nicht möglich: Bestrahlung, damit der Tumor nicht weiterwächst
- Imiquimod-Creme: regt in der Haut die Bildung von Interferon und anderen Botenstoffen an (Immunmodulator);
- Indikation u. a. Basalzellkarzinom
- weitere Verfahren → siehe „Ergänzt“
Pflege
- bei Bestrahlung: Hautmarkierung nicht abwaschen; Reibung, Druck, Hitze und enge Kleidung meiden; lauwarm
- duschen, pH-neutral und rückfettend waschen, trocken tupfen; direkte Sonne meiden (Kopfbedeckung, Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor)
- bestrahlte Haut regelmäßig ansehen und dokumentieren
- psychosozial begleiten (Tumorerkrankung, oft sichtbar im Gesicht)
- Nachsorge und Sonnenschutz → siehe „Ergänzt“
Vorbeugung
- UV-Schutz und Früherkennung → siehe „Ergänzt“
Komplikationen
- Zerstörung von Nachbargewebe, wenn der Tumor lange unbehandelt bleibt
- neue Basaliome/Rückfall → siehe „Ergänzt“
Ergänzt aus Leitlinien
- Häufigkeit: in Deutschland etwa 220.000 Neuerkrankungen an weißem Hautkrebs pro Jahr, 3 von 4 davon
- Basalzellkarzinome (Quelle: Krebsinformationsdienst 2025)
- Ursachen: UV-Strahlung (Hauptrisiko), v. a. zeitweise starke Sonne in Kindheit und Jugend; heller Hauttyp;
- Immunsuppression (Quelle: MSD Manual Basalzellkarzinom 2026; Krebsinformationsdienst 2025)
- Aussehen: glasiges, weißliches oder rötliches Knötchen mit feinen Äderchen (Teleangiektasien), oft mittig
- eingesunken; Rand wie eine Perlschnur aus kleinen Knötchen; später Geschwür, das blutet, nässt oder verkrustet;
- etwa 80 % im Kopf-Hals-Bereich (Quelle: Krebsinformationsdienst 2025; MSD Manual 2026)
- Diagnose: Biopsie mit feingeweblicher Untersuchung; unbehandelt kann er in Knochen, Auge, Ohr oder bis zur harten Hirnhaut einwachsen (Quelle: MSD Manual 2026)
- Therapie: OP mit mikroskopischer Schnittrandkontrolle; kleine/oberflächliche Formen auch 5-FU- oder Imiquimod-Creme, photodynamische Therapie, Vereisung (Kryotherapie); fortgeschritten Hedgehog-Hemmer (Vismodegib, Sonidegib), danach Immuntherapie (Quelle: Krebsinformationsdienst Behandlung weißer Hautkrebs 2025)
- Nachsorge/Vorbeugung: etwa 40 % bekommen innerhalb von 5 Jahren ein weiteres Karzinom → jährliche
- Hautkontrolle; UV-Schutz (starke Sonne meiden, Kleidung, Sonnencreme, kein Solarium); Hautkrebs-Screening ab 35
- Jahren alle 2 Jahre (Quelle: MSD Manual 2026; Krebsinformationsdienst 2025/2026)
Angaben zu Arzneimitteln und Dosierungen stehen hier bewusst nicht; sie richten sich immer nach ärztlicher Anordnung.
Quellen: Abgeglichen mit: Krebsinformationsdienst (DKFZ): Hautkrebs (2025), Hautkrebs erkennen (2025), Behandlung von weißem Hautkrebs (2025), Vorbeugung (2025), Informationsblatt Hautkrebs-Früherkennung (2026); MSD Manual Profi-Ausgabe: Basalzellkarzinom (2026); Krebsinformationsdienst (DKFZ): Diagnose Hautkrebs (abgerufen 09/2026). Stand 27.09.2026. Fachlicher Stand: 09/2026.
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